08.01.2012

19.12.2011

Besitz

Der Zwang, nicht loslassen zu können.
Verlustängste.
Alles festhalten wollen.
Nichts hergeben können.
Privatbesitz.

Ich glaube, wir Menschen haben so viel Angst vor dem Tod, weil wir uns an allem festklammern. An unserem Besitz. An unseren Verpflichtungen. An unseren sozialen Bindungen.

Jeder Besitz hat seine Berechtigung, aber auch seine Zeit. Besitz, den wir nur noch um des Besitzen´s Willen besitzen, hat keine Berechtigung mehr. Ungenutzter Besitz wird zur Belastung. Zum Laster. Muss organisiert und verwaltet werden und schließt Türen vor Neuem. Stiehlt Zeit und Energie, stiehlt physischen und geistigen Raum.

Besitz, den wir nicht Nutzen, nehmen wir einer anderen Person, welche ihn brauchen könnte. Geld, welches unberührt auf dem Konto liegt, genauso. Es kommt von irgendwo und fehlt irgendwo.
Anhäufen macht uns unglücklich.

Wir klammern uns an unserer Identität fest. An unseren Eigenschaften, unserem Charakter.
Wir definieren uns.
Definieren, identifizieren, Meinungen bilden gibt uns eine Sicherheit, die wir brauchen, um im Alltag zu überleben.

Unsere eigene Definition, die Maske unserer Selbst, die wir uns mühevoll zugelegt haben, wollen wir zeigen. Zur Schau stellen. Laut in die Welt brüllen. Eine leere Hülle, die uns ein Zugehörigkeitsgefühl und Sicherheit gibt.

Ein Tier muss einordnen : Feind, kein Feind, Rivale, kein Rivale. Keine Sicherheit ohne Zuordnung.

Wir ordnen.
Bewerten unsere Umwelt und uns selbst permanent.
Schaffen gesellschaftliche Strukturen.

Wir können nicht akzeptieren, dass alles mal vorbeigeht. Das alles seine Zeit hat. Eine Blume blüht auf und verwelkt. Eine Freundschaft blüht auf und verwelkt. Wir blühen auf und verwelken irgendwann.

Jeder Moment hat seine Zeit, hat seine Berechtigung. Seinen Wert.

 Der Wert materieller Güter.
Wert existiert für uns erst dann, wenn einem etwas gehört. Wenn man es besitzt.
Den Wert, der ein geteiltes Gut hat, erkennen wir nicht mehr. Der öffentliche Raum, soweit er noch existiert, noch nicht eingenommen ist, verwahrlost dadurch.

Ein Moment wird mit der Kamera eingefangen und konserviert. Jetzt ist er meiner. Mein Foto des Tages.





11.12.2011



Matão

07.12.2011

What is CI?



                                       
     

                                       

04.12.2011

Was hast Du letzte Nacht geträumt?



Wenn Du es wissen willst, bleib in genau der Position, in der Du aufwachst, liegen und mach nochmal die Augen zu. Vielleicht fallen Dir ein paar Träume wieder ein. 





Wenn Du sie später in einem ruhigen Moment niederschreibst, kann es sein, dass Dir weitere Elemente deiner Träume ins Gedächtnis kommen. Du kannst Deine Träume auch aufzeichnen. Egal wie die Zeichnung aussieht, sie hilft ungemein, oft viel mehr als das Niedergeschriebene, sich im Nachhinein an den Traum wieder zu erinnern. Denn was von Träumen bleibt, sind oft verschwommene Bilder in unserem Gehirn- also zumindest ist es bei mir so. Schau ich mir heute ein Skizzenbuch mit meinen Träumen von vor zwei Jahren an, kann ich mich genau daran erinnern.







 Träumen ist etwas sehr Wichtiges und Besonderes. In den Tiefschlafphasen, auch Rapid Eye Movement - Phasen genannt, festigen wir unser Langzeitgedächtnis, konfrontieren Themen, die uns im Alltag beschäftigen oder versuchen unbewusst, Ängste und Traumata, die in unserem Unterbewusstsein liegen, zu lösen. (auf "weiter"... geht´s weiter)

28.11.2011

8


Eine Anleitung?


Anleitung zum guten Leben von Joseph Beuys

26.11.2011

28.10.2011

Nachts


Fuß

25.10.2011








o caminho























































Tanz und Zeichnung


In unserer Gesellschaft findet ein ständiger nonverbaler Informationsaustausch statt.

Bei der Einnahme von Raum durch den

eigenen Körper, durch Bewegung und durch Berührung.


Dieser Informationsaustausch beeinflusst unser Verhalten,

unsere Bewegung, unsere Reaktionen, die Atmosphäre des Zusammenlebens und somit unsere Wahrnehmung der Realität.


Beim improvisierten anzen (wie zum Beispiel KontaktImprovisation und Danceability) kommt dieser nonverbale Informationsaustausch verstärkt zum Ausdruck. Man schult die eigene Körperwahrnehmung und Reaktion auf eine vorhandende Aktion, zum Beispiel die Bewegung eines anderen Menschen.



Meine Zeichnungen sind ein Versuch, diese ständige menschliche

Berührung, Kontaktaufnahme und die dadurch vermittelten nonverbalen Informationen festzuhalten.


Contact Improvisation



Im Laufe des  20. Jahrhunderts  wurden die Formen und Tanztechniken mehr und
mehr aufgebrochen.

Contact Improvisation wurde in den Anfängen der 70er Jahre
von Steve Paxton und einer Gruppe von experimentierfreudigen Tänzern und
Tänzerinnen in New York entwickelt.

Contact Improvisation entstand in der Umbruchstimmung sich wandelnder Werte.
Die Befreiung von gesellschaftlichen Mustern auch im Tanz, was schon mit Rock´n
Roll begann, wurde mit Contact Improvisation noch erweitert, auf die Aufhebung der
Körperberührungstabus und das Verschwinden der Geschlechterrollen.

Man wollte mit Hilfe der Bewegung miteinander kommunizieren und dem
aufkommenden Konkurrenzdruck  in der Gesellschaft entgegen wirken. Deshalb
wurde auch die Hierarchie der Gruppe - Lehrer/ Schüler und die klassische
Paarbildung (Mann/Frau) aktiv aufgeweicht. Um die eigene
Kreativität in der Improvisation besser entfalten zu können, wurde tanzen zu einem
gemeinsamen Experiment erklärt, in dem es kein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt.

Steve Paxton machte auch die Entdeckung des „Minimal Dance“. Er veränderte die
Definition von Tanz  so weit, dass  jede Bewegung schon als Tanz  gelesen werden
kann. Er dachte weiter und kam so zu der Erkenntnis:

                                                „As long as you breath, you dance."




Tanz und Zeichnung