Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden die Formen und Tanztechniken mehr und mehr aufgebrochen.
Contact Improvisation wurde in den Anfängen der 70er Jahre
von Steve Paxton und einer Gruppe von experimentierfreudigen Tänzern und Tänzerinnen in New York entwickelt.
Contact Improvisation entstand in der Umbruch-Stimmung sich wandelnder Werte. Die Befreiung von gesellschaftlichen Mustern auch im Tanz, was schon mit Rock´n Roll begann, wurde mit Contact Improvisation noch erweitert, auf die Aufhebung der
Körperberührungstabus und das Verschwinden der Geschlechterrollen.
Man wollte mit Hilfe der Bewegung miteinander kommunizieren und dem aufkommenden Konkurrenzdruck in der Gesellschaft entgegen wirken. Deshalb wurde auch die Hierarchie der Gruppe - Lehrer/ Schüler und die klassische Paarbildung (Mann/Frau) aktiv aufgeweicht. Um die eigene Kreativität in der Improvisation besser entfalten zu können, wurde tanzen zu einem
gemeinsamen Experiment erklärt, in dem es kein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt.
Steve Paxton machte auch die Entdeckung des „Minimal Dance“. Er veränderte die Definition von Tanz, indem er jede Bewegung der Menschen als Tanz bezeichnete...und kam so zu der Erkenntnis:
„As long as you breathe, you dance."